Wie beginnt das Training?
Partnertraining
Selbstverteidigung und Kampftraining
Blitzdefence


Wie beginnt das Training?

Nach der Begrüßung wärmen wir uns mit Formen auf. Der Anfänger beschäftigt sich mit der "Siu Nim Tau", der ersten Form im Wing Tsun Kung Fu. Siu Nim Tau heißt soviel wie "kleine Idee". Mit dieser Form soll der Anfänger eine kleine Idee vom Wing Tsun Kung Fu bekommen. Sie enthält alle wesentlichen Bewegungen, die für den Anfänger wichtig sind. Danach werden Grundtechniken wie Kettenfauststöße (welche am Anfang die wichtigste Verteidigungswaffe sind), Schritte, Fußtritte, und Kombinationen von Grundtechniken geübt.

Partnertraining

Ein sehr wichtiger Bestandteil im Wing Tsun Kung Fu sind Partnerübungen. Das Partnertraining besteht einerseits aus konkreten Anwendungen der Wing Tsun Bewegungen gegen verschiedene Angriffe wie Schläge, Tritte, Hebel, Würgen etc. und andererseits aus Gefühlstraining, um dem Körper taktile Reaktionen anzutrainieren. Anfänger beschäftigen sich mit einfachen Reflexübungen, danach kommen Vorübungen für das Wing Tsun spezifische Chi-Sao, einer speziellen Übungsmethode um taktile Reaktionen einzuüben.

Selbstverteidigung und Kampftraining

Um die praktische Anwendung der geübten Techniken zu trainieren gibt es das "Lat Sao". Dies ist eine Art "Vorkampftraining". Hier werden die Abläufe flüssig und gemischt angewendet. Am Anfang wird dies langsam und vorsichtig durchgeführt. Nach Beherrschung der wesentlichen Techniken wird das "Lat Sao" dann auch dynamischer geübt, um eine wirkliche Auseinandersetzung zu simulieren, und somit eine Anwendbarkeit der Techniken im Selbstverteidigungsfall zu gewährleisten.

Blitzdefence

Außerdem gehört "Blitzdefence" zum Übungsprogramm. Blitzdefence ist ein Übungsprogramm, bei dem typische Selbstverteidigungssituationen simuliert werden. Neben technischen Lösungen gegen gewaltsame Bedrohungen, die nicht selten aus höheren Unterrichtsprogrammen stammen, spielt mentales Training hier eine große Rolle. Ein wichtiger Aspekt der Selbstverteidigung ist die psychische Belastung. Einschüchtern, Bepöbeln, und Ablenken können den Verteidiger "lähmen", dass dieser trotz technischer Überlegenheit "überrumpelt" wird. Um dies zu verhindern sind diese Elemente im "Blitzdefence"-Programm enthalten.